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Analyse
Anteil gekühlter Flächen an den Gesamtflächen
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Kältemarktanalyse Münster / Steinfurt

Basierend auf den Berechnungen und Annahmen der Kältemarktanalyse für die Stadt Münster und den Kreis Steinfurt können folgende Schlussfolgerungen für die Region getroffen werden:

  • 4,1 % des Gesamtstromverbrauchs in der Region können der Gebäudekühlung in Nichtwohngebäuden zugerechnet werden 
  • bei einem durchschnittlichen COP von 3 bedeutet dies 152 GWhel pro Jahr
  • und 213 kWhel pro Kopf und Jahr
  • neben Industrie und Handel haben gewerbliche Bürogebäude (ausgeschlossen Verwaltungsgebäude) den größten Anteil am Kälteverbrauch mit 134 GWhth pro Jahr
  • der Stromverbrauch für Kühlkälte in Bürogebäuden liegt bei 23 kWhel pro m2
  • für das untersuchte Bürogebäude mit 15.000 m2 wurde ein spezifischer Stromverbrauch für Kühlkälte von 18 kWhel pro m2 errechnet. 
     

Der Versuch, über elektrische Spitzenlasten den Gesamtverbrauch an Strom für Raumkühlung zu ermitteln, muss für Deutschland als gescheitert angesehen werden. Die Lastverläufe im Netz der öffentlichen Versorgung geben keine ausreichende Grundlage für Aussagen zum Klimakälteverbrauch. Derartige Aussagen sind nur auf der Ebene einzelner Gebäude zu treffen – dort sind die Zusammenhänge ausgesprochen signifikant. Der zukünftige regionale Kältemarkt (5 bis 10 Jahre) weist die folgenden Charakteristika auf:

  • Der Stromverbrauch wird aufgrund der steigenden Nachfrage nach Kühlung und Klimatisierung weiter zunehmen (steigender Komfortstandard und Zunahme des Gebäudebestandes)
  • Der Einsatz von Raumklimageräte wird in den nächsten 5 bis 10 Jahren weiter steigen
  • Fernkälte wird in der Region keine Rolle spielen
  • Die rechtlichen Anforderungen der EnEV 2007, das Verbot des Kältemittels R22 und die Festlegung von Energieeffizienzklassen für RLT-Geräte werden einen positiven Einfluss auf die Energieeffizienz im Bereich der Kühlung und Klimatisierung erwirken, wenn auch die Tendenz der Stromverbrauchssteigerung dadurch in den nächsten 5 bis 10 Jahren nicht aufgehalten werden kann.
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Seite drucken | Letzte Änderung: 26.11.2010 - © 2012 by Kälteenergieeffizienz